Oderint dum metuant

Die Herausgeber dieses Blogs sind deutschsprachige, aber nicht immer deutsche Journalisten. Sie sehen mit der Depression, die seit jeher die Zwillingsschwester der Klugheit ist, den Niedergang des deutschen Journalismus, der sich nicht nur am massiven Auflagenrückgang traditioneller Print-Medien und der Halbierung der Anzeigenerlöse in nur zehn Jahren festmachen läßt.

Langfristig bedrückender ist der Verlust der Berufsehre und des Ansehens des Berufstands in der Öffentlichkeit. Dem typischen Journalisten begegnet inzwischen geradezu Verachtung in weiten Teilen der Bevölkerung; im Ranking der angesehenen Berufe (regelmäßig veranstaltet von der Gesellschaft für Konsumforschung – GfK) sind Journalisten ganz unten bei Politikern und Finanzbetrügern angelangt.

Wer daran etwas ändern will, sollte sich an der Analyse und Diskussion der Ursachen des Debakels eines Berufstands beteiligen, der sich inzwischen mit der Behauptung, wichtig für die Demokratie und „Vierte Gewalt“ im Staate zu sein, nur noch lächerlich macht. Journalisten, so scheint es, werden im Internet-Zeitalter immer weniger gebraucht.

Ist das unvermeidbares Schicksal? Ist es die Quittung für Gesinnungs- und Parteibuch-Journalismus statt „Fakten, Fakten, Fakten“-Dienstleistung?

Die Initiatoren laden zum Diskurs! Oderint dum metuant.

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